Mallorca – Häufige Fragen

MALLORCA – HÄUFIGE FRAGEN

FÜHRERSCHEINE UND LIZENZEN

Welche Führerscheine und Kenntnisse benötigt man, um eine Segelyacht auf Mallorca zu chartern?

SBF-See

  • Der Skipper benötigt den Sportbootführerschein See oder einen gleichwertigen beziehungsweise höherwertigen Befähigungsnachweis. Die frühere Bezeichnung des Sportbootführerscheins See lautete „Sportbootführerschein Küste“.

SRC Sprechfunkzeugnis

  • Es wird auf Mallorca vom Skipper ein SRC-Sprechfunkzeugnis oder einen gleichwertigen beziehungsweise höherwertiger Nachweis erwartet.

Pyroschein

  • Ein Pyroschein, wie er in der Ostsee erforderlich ist, um die Befähigung im Umgang mit Seenotsignalmitteln nachzuweisen, wird auf Mallorca nicht verlangt.

FRAGEN UND ANTWORTEN ZUR YACHTCHARTER MALLORCA

Kann ich für meinen Mallorca-Törn Proviant vorbestellen?

Ja. Über unseren Proviant-Shop können Sie Ihren Einkauf bereits von zu Hause aus zusammenstellen. Dafür stehen vorbereitete Pakete zur Verfügung. Die bestellten Lebensmittel werden direkt zu Ihrer Yacht geliefert.

Den Zugang zum Shop finden Sie im Kunden-Login. Die Lieferung ist an unsere Charterbasen in Can Pastilla und Palma möglich.

Was muss ich beim Ankern auf Mallorca beachten?

Anker und Ankerkette sollten auf Sandgrund liegen und nicht im geschützten Seegras. Besonders während der Saison wird die Einhaltung dieser Vorschrift regelmäßig kontrolliert. Wer gegen die Regelung verstößt, muss mit hohen Bußgeldern rechnen.

Wie viel Zeit sollte ich für eine Umrundung Mallorcas einplanen?

Wenn Sie Mallorca vollständig umsegeln und dabei genügend Zeit für die unterschiedlichen Küstenabschnitte haben möchten, sollten Sie etwa zwei Wochen einplanen. Die Küste ist sehr abwechslungsreich und bietet viele Orte, für die sich ein längerer Aufenthalt lohnt.

Sportlich orientierte Crews können die Insel auch innerhalb einer Woche umrunden. Dafür sind allerdings häufig lange Tagesetappen und viele Motorstunden erforderlich, wenn die Windverhältnisse nicht mitspielen. Der im ursprünglichen FAQ genannte Weltrekord für die Umrundung liegt bei 13 Stunden, 15 Minuten und 17 Sekunden. Wie viel die Crew dabei von der Landschaft gesehen hat, ist nicht überliefert.

Welche Segelroute bietet sich für eine Charterwoche auf Mallorca an?

Bei einem Start in Palma eignet sich insbesondere die Südküste für eine einwöchige Charter. Im Südosten liegen der lange Sandstrand Es Trenc, die geschützte Insel Cabrera mit ihrem klaren Wasser und zahlreiche Buchten entlang der Südostküste bis Portocolom.

Im Südwesten bieten sich unter anderem eine Übernachtung in der Cala del Mago, die Umrundung der Insel Dragonera mit ihren Steilklippen sowie Buchten wie Camp de Mar an. Auch Port de Andratx ist ein mögliches Ziel und bietet Restaurants mit Blick auf das Meer.

Welche Richtung Sie zuerst wählen und ob Sie auch weiter in den Norden segeln, sollte von den jeweiligen Wetter- und Windbedingungen abhängig gemacht werden.

Darf ich während meiner Yachtcharter auf Mallorca angeln?

Welche Angellizenz benötige ich?

Für die Ausstellung der Lizenz wird vor Ort eine Servicegebühr von derzeit 75 € pro Törn berechnet. Die Lizenz sollte spätestens eine Woche vor Törnbeginn beantragt werden. Wie viele Personen an Bord angeln, spielt dabei keine Rolle.

Das Hobbyangeln, auf Spanisch „pesca recreativa“, wird auf den Balearen in verschiedene Kategorien unterteilt. Kinder bis 14 Jahre dürfen ohne Lizenz kostenlos angeln. Personen ab 65 Jahren müssen ebenfalls eine Lizenz beantragen, zahlen dafür jedoch keine Gebühr.

Für das Angeln vom Land oder von kleinen Schwimmgeräten wie Kajaks, Kanus oder Tretbooten wird die „licencia de pesca marítima recreativa individual“ benötigt. Sie ist drei Jahre gültig. Eigene Lizenzen gelten für das Speerfischen, „pesca submarina“, das Angeln von größeren Booten aus, „pesca de embarcación“, sowie für das Sportfischen, „pesca deportiva“.

Wo darf auf Mallorca geangelt werden?

Die Gewässer rund um Mallorca werden in Küstengewässer, „aguas interiores“, und Meeresschutzgebiete, „reservas marinas“, eingeteilt. In den Schutzgebieten gelten besondere Bestimmungen.

Zwischen dem 1. Mai und dem 30. September ist das Angeln am Strand zwischen 7:00 und 22:00 Uhr untersagt. Ebenfalls verboten ist es in weniger als 100 Metern Entfernung zu Badenden, innerhalb eines Radius von 250 Metern um Berufsfischer, in besonders geschützten Bereichen, rund um Dragonera und im Nationalpark Cabrera.

In verschiedenen Meeresschutzgebieten rund um die Insel ist das Angeln unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt. Eine Übersicht findet sich in der entsprechenden Angler-App beziehungsweise unter „Cuaderno pesca recreativa“. Die Schutzgebiete sind an Land teilweise durch weiße Säulen gekennzeichnet. Bei offiziellen Kontrollen sind jedoch die GPS-Koordinaten maßgeblich.

Einen einzelnen besten Angelplatz gibt es nach Aussage des im ursprünglichen FAQ zitierten Bernadí Alba nicht. Fische gebe es grundsätzlich überall. Entscheidend seien unter anderem der passende Köder und die richtige Stelle. Im Sommer halten sich Fische häufiger weiter draußen auf. Im Winter kann sich das Angeln näher an der Küste eher lohnen.

Wie viel und was darf gefangen werden?

Neben Fischen dürfen auch Kopffüßer wie Tintenfische und bestimmte Wirbellose gefangen werden. Pro Lizenz ist der Fang auf fünf Kilogramm plus ein weiteres Stück begrenzt. Bei Booten liegt die Obergrenze bei 25 Kilogramm plus einem Stück.

Für verschiedene Fischarten gelten Mindestgrößen, die sich zwischen normalen Küstengewässern und Schutzgebieten unterscheiden. Gemessen wird der Fisch vom Maul bis zur Spitze der Schwanzflosse. Zu kleine Exemplare müssen wieder ins Meer gesetzt werden. Fänge aus Naturschutzgebieten müssen über die dafür vorgesehene App gemeldet werden.

Welche Tiere dürfen nicht gefangen werden?

Krebstiere wie Langusten und Garnelen sowie Muscheln und Meerschnecken dürfen nicht gefangen beziehungsweise entnommen werden. Auch bei Fischen gelten zusätzliche Beschränkungen.

Bestimmte Arten müssen nach dem Fang gekennzeichnet werden, um einen illegalen Verkauf durch Hobbyangler zu verhindern. Dafür wird ein Teil der unteren Schwanzflosse entfernt, ohne die für die Mindestgröße relevante Länge zu verändern. Als Beispiele nennt das ursprüngliche FAQ die Große Bernsteinmakrele, den Großen Roten Drachenkopf und den Gewöhnlichen Umber.

Haie und Rochen dürfen nicht gefangen werden. Bei einigen anderen Arten ist aus Gründen des Bestandsschutzes höchstens ein Exemplar pro Tag und Lizenz erlaubt. Für Roten Thun, Speerfisch, Mittelmeer-Speerfisch, Seehecht, Weißen Thun, Schwertfisch und Großaugen-Thun ist eine besondere Genehmigung der Regierung erforderlich.

Der auf Mallorca bekannte Raor, der Schermesserfisch, darf nur vom 1. September bis zum 31. März gefangen werden. Professionelle Fangmethoden wie Schleppnetze dürfen Hobbyangler nicht einsetzen.

Wann ist eine gute Zeit zum Angeln?

Für Hobbyangler bestehen grundsätzlich keine Beschränkungen hinsichtlich Wochentag oder Uhrzeit. Im ursprünglichen FAQ bezeichnet Bernadí Alba den Februar wegen Kälte, unbeständigem Meer und schnell wechselndem Wetter als eher ungünstig. Auch Frühling und Frühsommer gelten dort nicht als Hauptsaison, unter anderem weil die Fische im April und Mai laichen. Als gute Zeit wird der Zeitraum von Ende August bis Ende Dezember genannt.

Welche Unterlagen muss ich vor Beginn des Törns einreichen?

Vor dem Törn muss die Crewliste vollständig eingereicht werden.

Kopien von Personalausweis und Führerschein werden im Vorfeld nicht angefordert oder gespeichert. Die Dokumente müssen Sie jedoch während der Reise bei sich haben. Vor Charterbeginn benötigen wir lediglich die personenbezogenen Angaben, die in der Crewliste abgefragt werden.

Mit welchen Liegeplatzgebühren muss ich auf Mallorca rechnen?

Auf Mallorca gibt es drei wesentliche Arten von Häfen: private Marinas, Club Náuticos und kommunale Häfen.

Je nach Hafen und Größe der Yacht sollten Sie laut ursprünglichem FAQ mit ungefähr 50 bis 100 € pro Tag rechnen. Wasser und Strom können zusätzlich zum Liegegeld berechnet werden. Die günstigsten Liegeplätze finden sich in der Regel in den kommunalen Häfen.

Im Kunden-Login steht außerdem ein Hafenführer zur Verfügung. Er beschreibt Yachthäfen, Ankerbuchten und Bojenfelder und enthält Luftaufnahmen sowie Preisangaben zur Vorbereitung des Törns.

Wie kann ich auf Mallorca einen Liegeplatz im Voraus reservieren?

Nach den Angaben des ursprünglichen FAQ gibt es auf Mallorca kein durchgängig praktikables System für die Reservierung von Liegeplätzen im Voraus. Das staatlich entwickelte Angebot unter www.portsib.es ist nur für Yachten bis 15 Meter und nur für bestimmte Häfen nutzbar. Die Bedienung wird dort als vergleichsweise kompliziert beschrieben.

Empfohlen wird deshalb, den Liegeplatz abhängig vom tatsächlichen Törnverlauf und der aktuellen Wetterprognose telefonisch zu reservieren. An Bord befindet sich das „Portbook“ mit Telefonnummern der Yachthäfen. Diese Vorgehensweise hat sich laut ursprünglichem FAQ als einfach und zuverlässig erwiesen.

Die Reservierung einer Boje bei Cabrera übernehmen wir gerne für Sie. Die dafür erforderlichen Angaben werden im Kunden-Login hinterlegt.

Welche Windverhältnisse erwarten mich rund um Mallorca?

Mallorca und Menorca weisen aus meteorologischer Sicht typische mediterrane Bedingungen auf. Ibiza und Formentera zeigen dagegen stärker subtropisch geprägte Eigenschaften.

Ein wichtiger Wind ist der Mistral, der auf den Balearen Tramontana genannt wird. Er kann plötzlich einsetzen, weht meist kräftig aus Nordwest bis Nord und geht häufig mit klarem Himmel einher. Teilweise kündigen hoch liegende Zirrokumulus- oder sogenannte Schäfchenwolken sein Eintreffen an.

Der Levante bringt häufig dünne Bewölkung und schlechte Sicht. Ponente und Libeccio sind meistens schwächer und von kürzerer Dauer. Der Schirokko kann dagegen mit erheblicher Stärke auftreten. Er ist feucht und entsteht im Zusammenhang mit Wetterstörungen an der nordafrikanischen Küste.

Von November bis Februar wird das Wetter auf Mallorca im ursprünglichen FAQ als vergleichsweise konstant beschrieben. In dieser Zeit dominieren Tramontana und Grecale. März, September und Oktober gelten dort als besonders windreich. Zu Beginn des Herbstes treten vor allem Libeccio und Ponente auf. Auf Mistral können häufiger Stürme folgen.

Im Sommer überwiegen Schirokko und Levante, die lokal die Stärke typischer Brisen erreichen können. Im Frühling treten häufiger Ponente und Mit-Jorn auf, wobei der Mit-Jorn aus südlicher Richtung weht.

In den Buchten von Palma, Pollença und Alcúdia entstehen lokal begrenzte warme Winde. Sie setzen ungefähr um 10:00 Uhr ein, erreichen zwischen 14:00 und 15:00 Uhr ihre größte Stärke und klingen bis etwa 17:00 Uhr wieder ab.

Auf Ibiza und Formentera sind die Winde laut ursprünglichem FAQ schwächer als auf den übrigen Inseln. Dort ist der Einfluss von Mistral und Tramontana geringer, während der Levante kräftiger auftreten kann. Im Sommer können sich in der Bucht von San Antonio de Abad und im Nordwesten der Insel bei Schirokko und Mit-Jorn Bereiche mit völliger Flaute bilden.

Wann kann ich meine Charteryacht auf Mallorca übernehmen und zurückgeben?

Die reguläre Übernahme findet am Samstag ab 15:00 Uhr statt. Nach dem Törn kehren Sie am Freitagabend zur Basis zurück und können die letzte Nacht noch an Bord verbringen. Der Check-out erfolgt am Samstagmorgen um 08:00 Uhr.

Für einige wenige Yachten ist gegen einen geringen Aufpreis ein „Early-Check“ möglich. Bei diesen Yachten kann die Übernahme bereits ab 12:00 Uhr erfolgen.

Welche Führerscheine brauche ich für eine Yachtcharter auf Mallorca?

Der Skipper benötigt mindestens den Sportbootführerschein See, SBF-See, und entsprechende Segelerfahrung.

Ein national gültiges Funksprechzeugnis, vorzugsweise das SRC, ist grundsätzlich vorgeschrieben. Nach den Angaben des ursprünglichen FAQ wird dies auf Mallorca derzeit jedoch nicht kontrolliert. Ein Pyroschein, wie er von der Ostsee bekannt ist, wird auf Mallorca nicht verlangt.

Werden ältere oder nationale Bootsführerscheine auf Mallorca anerkannt?

Neben den heutigen Sportbootführerscheinen See und Binnen sind weiterhin zahlreiche ältere nationale Führerscheine im Umlauf. Innerhalb Deutschlands behalten diese alten Scheine grundsätzlich ihre Gültigkeit. Bei Fahrten im Ausland kann die Situation anders aussehen. Das ursprüngliche FAQ empfiehlt deshalb eine Umschreibung. Für Kroatien wird dort darauf hingewiesen, dass teilweise ausschließlich die neueren Führerscheine anerkannt werden.

Beispiele älterer Scheine für See und Küste

  • Motorboot-Führerschein des DMYV für Seeschifffahrtsstraßen, ausgestellt von 1967 bis 1973
  • Sportboot-Führerschein des DMYV beziehungsweise DSV für Seeschifffahrtsstraßen, bei dem auf dem Deckblatt teilweise lediglich „Sportbootführerschein“ und nicht „See“ steht
  • Verbandsführerscheine des DSV wie A-Schein, BR-Schein, BK-Schein, C-Schein und R-Schein
  • Motorbootführerschein des Landes Berlin, der nur in Berlin gültig ist
  • Bootsführerscheine der ehemaligen DDR

Wer bereits einen amtlichen Sportbootführerschein See besitzt, kann bestimmte ältere Verbandsführerscheine unter entsprechenden Voraussetzungen und innerhalb geltender Fristen umschreiben lassen. Genannt werden unter anderem die Umschreibung des BR-Scheins zum Sportküstenschifferschein, SKS, beziehungsweise zum Sportseeschifferschein, SSS, sowie die Umschreibung des C-Scheins zum Sporthochseeschifferschein, SHS.

Beispiele älterer Binnenscheine

  • Führerschein für Binnenfahrt A mit Motorberechtigung des DSV. Der Segelteil des früheren Führerscheins für Binnenfahrt A kann in den Sportbootführerschein Binnen für Sportboote unter Segel umgeschrieben werden.
  • Motorboot-Führerschein A für Binnenfahrt des DMYV

Eine Umschreibung ist laut ursprünglichem FAQ über die Führerscheinstelle des Deutschen Segler-Verbands möglich. Dort werden Kosten zwischen 19 € und 29 € genannt.

Für die verschiedenen Umschreibungen verweist das alte FAQ auf die entsprechenden Antragsformulare für SBF-See, SBF-Binnen, die Umschreibung von SBF-See und BR zum SKS sowie die Umschreibung von BK- oder C-Schein zu SSS beziehungsweise SHS.

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